Aquapol Nord Italien GmbH


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12 Ursachen Mauerfeuchte

Technologie

Ein volles Dutzend Ursachen und Arten
der Mauerfeuchte
Anwendungsgrad
1. Kapillare, aufsteigende Grundfeuchtigkeit
Bei fehlender oder schadhafter waagrechter Abdichtung saugen poröse Baustoffe Grundfeuchtigkeit
im Kapillarsystem entgegen der Schwerkraft empor.
2. Hygroskopische Restfeuchte / Durchfeuchtungsgrad
Ziel einer erfolgreichen Trockenlegung
Jede Mauer und jeder Verputz beinhalten nach der Trockenlegung eine bestimmte Menge an
hygroskopischer (= feuchteanziehender) Eigensalze (=Mauersalze) als auch Fremdsalze (z.B.
Bodensalze). Diese Salze werden durch dauernd aufsteigende Kapillarfeuchte aus dem Erdreich
bzw. dem Mauerwerk ‚herausgewaschen'. Sie lagern sich vorwiegend in der Verdunstungszone
der Mauer bzw. im Verputz oder im Anstrichbereich ab. Auch wenn die Mauer innen trocken wird,
kann die alte versalzene Putz bzw. Anstrichoberfläche bei erhöhter Luftfeuchte feucht erscheinen
(= hygroskopisch)!
Die Mindesterfordernisse einer trockengelegten Mauer sind nach ÖNORM B 3355 festgelegt.
Nach Durchführung aller begleitenden Maßnahmen, Beseitigung aller Störfaktoren und richtiger
Sanierungstechnik darf der Durchfeuchtungsgrad von 20% nicht überschritten werden.
Beispiel:
Ein gebrannter Ziegel wäre etwa mit 25 Gew% Wasser (ca. 500 Liter Wasser pro m³ Ziegelmauer)
voll gesättigt (entspricht einem Durchfeuchtungsgrad von 100%).
Die höchstzulässige Restfeuchte wäre dann 5 Gew% Wasser (1/5 von 25 = Durchfeuchtungsgrad
von 20%).
3. Seitlich eindringende Feuchte
Bei fehlender oder schadhafter senkrechter Vertikalisolierung z.B. bei erdberührenden
Kelleraußenmauern, kann es zu seitlich eindringender Erdfeuchte kommen, die kapillar aufsteigt
bzw. die Mauern komplett durchdringt. Je stärker die Mauer und je geringer der seitlich
eindringende Feuchteanteil, desto besser kann das AQUAPOL-System entgegen wirken. Wenn
innenseitig absolut trockene Wände gewünscht werden, so kann das in Kombination mit der
richtigen AQUAPOL-Sanierungstechnik erreicht werden.
4. Press-, Druck- oder Hangwasser
Hangseitiges Stauwasser, (zeitweilig) hohes Grundwasser verursachen ein mit Druck
eindringendes Wasser in das Mauerwerk, welches auch im Kapillarsystem der Mauer teilweise
nach oben gedrückt wird (=hydrostatischer Druck!).
5. Spritzwasser
Durch eine zu glatte Oberfläche des Terrains neben der Außenmauer prallt der Regen ab und
spritzt auf den Sockelbereich (Betonplatten, Asphaltweg, Traufenpflaster etc.). Zum Beispiel sind
unerwünschte Moosbildungen Symptome von Spritzwasser.
6. Feuchte durch technische Bauschäden bzw. Installationsschäden
Diese Feuchte entsteht durch mangelhaften oder sogar fehlenden Feuchteschutz gegen
eindringendes Regenwasser (Schäden an der Dachdeckung oder am Dachdeckungsmaterial,
mangelhaft abgedichteter Schornstein, fehlende Abdeckhaube bei unbenutzten Kaminen,
fehlende Dachentwässerung etc.) bzw. schadhafte Installationsleitungen (schadhaftes und / oder
verstopftes Regenfallrohr bzw. Fallrohrstutzen, Rohrbrüche, verstopfte Abflüsse, Regensinkkasten
oder Drainagerohre etc.).


7. Schlagregenfeuchte
An der Wetterseite anprasselnder Regen dringt durch wasserdurchlässigen Putz oder in
unverputztes Mauerwerk ein.
8. Sickerwasser
Durch Niederschlag entstehendes Oberflächenwasser kann ungehindert in Fugen zwischen
Erdreich und Hausmauer eindringen; dadurch wird meist das Mauerwerk unter Erdniveau (Keller)
stark durchnässt.
9. Baufeuchtigkeit, Neuputzfeuchte
Baufeuchte ist jene Feuchtemenge, die bei einem Hausbau mit in das Mauerwerk ‚verbaut' wird. Sie
verdunstet langsam im Laufe von ca. 1,5 - 3 Jahren. Bei einem Neuputz dauert die natürliche
Verdunstung der gesamten Putzfeuchte, abhängig vom Putzmaterial und Putzstärke zwischen
1 und 2 Jahren.
Der komplette Austrocknungsprozess der Mauer wird dadurch etwa um diese Zeit verlängert.
10. Störfeldfeuchte
Bestimmte elektromagnetische, elektrostatische, magnetische bzw. andersartige Felder sind
imstande, die kapillare Feuchtigkeit im Mauerwerk zu erhöhen. Grundlegend unterscheidet man
zwischen 2 Arten von stark wirksamen Störfeldern:
Geologische Störfelder- sie werden durch unterirdische Wasserquellen, schnell
fließende Grundwasserströme, tektonische Brüche etc. verursacht.
Technische Störfelder- sie werden durch Fernseh-, Radio-, Radar-, Mobiltelefon-, Funksender
oder andere Sender hervorgerufen (=Elektrosmog), weiters durch nicht isolierte elektrische
oder metallische Leiter (Rohre etc.), nicht isolierte Blitzableiterhalterungen im Mauerwerk usw.
11. Kondensationsfeuchte (Synonyme: Schwitzwasser, Tauwasser)
Feuchtwarme Luft kondensiert an kälteren Maueroberflächen, d.h. es entsteht Kondensfeuchtigkeit.
Die Ursachen sind meist mangelnde Wärmedämmung durch zu dünne Außenwandkonstruktionen
(Kälte- Wärmebrücken), überhöhte Luftfeuchte in Räumen mit größerem Feuchteanteil
(Bad, Küche, Schlafzimmer, Waschküche, Aquarien, viele Blumen, etc.), wo die Luftfeuchtigkeit
wegen der Dichtheit des Raumes (total abgedichtete Fenster) oder fehlender
Zwangsbelüftung nicht entweichen kann, schlechte Heizungsgewohnheiten und organische
Anstriche (Dispersionsanstriche), die einen Nährboden für den Schimmel bieten.
Feuchte Mauern (die im Winter schneller abkühlen als trockene Mauern)
12. Chemisch verursachte Feuchtigkeit
Die verschiedenen Baustoffe haben unterschiedliche chemische Eigenschaften z. B. ist altes
Ziegelmauerwerk leicht sauer, Zementputz ist stark alkalisch (= unterschiedliche pH-Werte). Diese
Eigenschaften bewirken einen elektrochemischen Mauerfeuchtetransport und ziehen Feuchte
zusätzlich an bzw. halten die Mauerfeuchte in chemischer Wirkweise aufrecht. Rostende
Materialien (Stahlrohre, Eisenzargen etc.) im Mauerwerk wirken auf Mauerfeuchte ähnlich. Ein
komplettes Austrocknen der Mauern ist oft erst nach Beseitigung dieser chemische Störfaktoren
möglich.

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